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Café Irrlicht

Neues vom Waldcafé an der Wupper


 

 

 

 
Ein neues Zuhause
für die Irrlichtbühne

Der letzte Walzer
und die Zugabe

von

Hannsi Weber

Hannsi Weber - Veranstalter im Cafe Irrlicht

Wie aufgeregte Schmetterlinge flattern tausend Gedanken durch meinen Kopf. Habe ich an alles gedacht? Wird das Publikum zufrieden sein? Sind die Künstler versorgt und gut drauf? Habe ich die Mikrofone richtig eingestellt? Der Spot beleuchtet die Irrlichtbühne und ich spüre das Lampenfieber. Nach so vielen Jahren im Showgeschäft ist es immer noch keine langweilige Routine geworden, denn an jeder Veranstaltung hängt mein Herz. Vor den erwartungsvollen Blicken des Publikums mache ich wie immer die Ansage. Nun, nicht ganz wie immer. Diesmal fällt es mir schwer, denn es wird meine letzte Ansage hier sein und die Schmetterlinge flattern heute gar nicht so fröhlich.
 
Wie die meisten von Euch wissen, mußte sich Martina Schulz, mit der ich in liebevoller Detailarbeit das alte Waldhaus restaurierte und das Café Irrlicht gründete, schweren Herzens aus gesundheitlichen Gründen von dem Häuschen trennen. Da zu diesem Zeitpunkt die Jahresplanung für die Spielzeit auf der Irrlichtbühne schon abgeschlossen war, übernahm die neue Pächterin des Cafés das Programm und beteiligte sich als Gegenleistung für meine Arbeit an den Kosten der Veranstaltungen. Leider will sie unseren Vertrag nicht verlängern und es ist keinesfalls so, daß ich angeblich "auf eigenen Wunsch" die Veranstaltungen im Café Irrlicht nicht mehr organisieren möchte. Ganz im Gegenteil, die Beendigung des Vertrags brachte mich in die Schwierigkeit, bereits geplante Veranstaltungen für dieses Jahr an die umliegenden Lokalitäten vermitteln zu müssen. Das war nicht so lustig.
 
Ich hätte wirklich gerne weitergemacht und es tut mir sehr leid, vor allem für die eingefleischten Irrlichtbühnen-Fans (schöne Grüße). Wie allerdings der Überschrift zu entnehmen ist, folgt dem letzten Walzer noch die Zugabe. So hoffe ich, daß wir uns, sobald die Irrlichtbühne ein neues Zuhause gefunden hat, dort wiedersehen werden. Ich freue mich schon darauf, mich mit einem neuen irrlichtigen Bühnenprogramm an anderer Stelle zurückzumelden.
 
Inzwischen möchte ich mich ganz herzlich bei Euch, dem hochverehrten Publikum, mit einer tiefen Verbeugung bedanken. Der überwältigende Zuspruch, den Ihr meinen Veranstaltungen entgegengebracht habt, läßt mir ja kaum eine andere Wahl, als einen neuen Platz für die Irrlichtbühne zu finden. Die vielen netten Rückmeldungen, die mich zur Zeit auf allen Wegen erreichen, machen mir Mut.

- D A N K E  S C H Ö Ö Ö N -

Ein Wort noch an die Künstler, insbesondere an die, die ich noch nicht auf die Irrlichtbühne bringen konnte: ja, ich habe Eure Adressen natürlich noch und sobald ich wieder die Möglichkeit der Programmgestaltung habe, werde ich mich bei Euch melden. Versprochen!
 
Bis dahin viele Irrlichtgrüße
Hannsi
 

 
 

Grüße von Sammy

Alle, die am vergangenen Donnerstag das Konzert von Sammy Vomáčka miterlebt haben, soll ich übrigens herzlich von ihm grüßen. Sammy spielte ja vorher im Mainzer Unterhaus und danach in Aachen und in Osnabrück. Er sagt, am meisten Spaß gemacht habe es ihm mit Euch, dem Irrlichtpublikum. Und ich darf Euch noch diese kleine Geschichte erzählen:
 
Nach dem Konzert wollte Sammy nirgendwo anders als in seinem Wohnmobil übernachten. So stellte er sein mobiles Zuhause auf den Opladener Marktplatz. Wir tranken noch zwei Gläser Wein, Sammy ging zu Bett und ich nach Hause. Sehr früh am nächsten Morgen wurde er lautstark geweckt - von der Feuerwehr. Anwohner hatten "Qualm" aus seinem Wohnmobil aufsteigen sehen. Nun, es war nichts weiter als ein bißchen kondensiertes Wasser seiner Wohnmobil-Heizung.
 
Wenn Ihr wieder eines von Sammys Konzerten besucht, wird er Euch diese Begebenheit auf seine unterhaltende Art von der Bühne aus erzählen und Ihr könnt dabei wissend schmunzeln...

So fing alles an...


Mein erster musikalischer Gast vor der noch nicht fertiggestellten Irrlichtbühne: Manni Püschel

Schon während der Restaurierungsarbeiten gab es Live-Musik in dem alten Waldhäuschen. Nach einem arbeitsreichen Tag spielten wir unsere Gitarren zwischen dem Bauschutt, auf Farbeimern sitzend, umgeben von frisch gestrichenen Wänden und Tina brachte uns Kaffee. In dieser bizarren Szenerie wurde mir schon damals klar, daß ich hier ganz phantastische Veranstaltungen durchführen könnte. Und so ist es dann ja auch gekommen. Figurentheater, Kabarettisten, Zauberer, Schauspieler und Musiker aus Frankreich, Irland, Norwegen, Österreich, Spanien, Tschechien und natürlich aus allen Ecken Deutschlands, fanden auf ihren Tourneen durch Europa immer wieder den Weg zur Irrlichtbühne. Hier kann ich mich nur noch einmal für das große Vertrauen bedanken, welches mir von den Künstlern entgegengebracht wurde. Denn es ist nicht selbstverständlich, das solche Hochkaräter auf derart winzigen Bühnen auftreten, wie sie die Irrlichtbühne nun mal ist.
 


Eines meiner schönsten Konzerte als Gitarrist fand auf der Irrlichtbühne statt. An diesen Abend denke ich immer wieder gerne zurück.

Es war eine schöne Zeit. Tschüss bis bald...


 

 


 

 

 

 

 


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01.03.2011
 

Hannsi Weber
 
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